Montags-Motivation
Warum der Montag der unbeliebteste Tag der Woche ist und was die Forschung dazu sagt.
Studien zeigen, dass die Arbeitszufriedenheit und Motivation am Montagmorgen ihren wöchentlichen Tiefpunkt erreichen. Erst gegen Mittwoch stabilisiert sich die Stimmung, bevor sie zum Freitag hin deutlich ansteigt. Der «Monday Blues» ist ein weltweit dokumentiertes Phänomen – gerade einmal 3 % der Befragten geben an, montags gerne aufzustehen.
Wie verändert sich die Stimmung über die Woche?
Die Grafik zeigt die durchschnittliche Selbsteinschätzung der Stimmung an jedem Wochentag. Der Montagmorgen erreicht den niedrigsten Wert, während der Freitagnachmittag den Höhepunkt markiert. Interessanterweise beginnt der Stimmungsabfall bereits am Sonntagabend – ein Phänomen, das Psychologen als «Sunday Scaries» bezeichnen.
Ist der Montag wirklich so unproduktiv?
Trotz der schlechten Stimmung ist der Montag nicht der unproduktivste Tag – dieser Titel gebührt dem Freitag. Am Montag arbeiten viele konzentrierter, weil die Aufgabenlast nach dem Wochenende am grössten ist. Die produktivsten Stunden liegen zwischen 10 und 12 Uhr. Am Freitagnachmittag hingegen sinkt die Produktivität auf ein Wochentief.
Warum sind Meetings am Montag besonders schlimm?
Ein wesentlicher Faktor für die schlechte Montags-Stimmung sind Meetings. Der Montag ist der beliebteste Tag für Besprechungen, mit durchschnittlich 35 % mehr Meetings als an anderen Wochentagen. Studien zeigen, dass Unternehmen mit «Meeting-freien Montagen» eine um 12 % höhere Mitarbeiterzufriedenheit verzeichnen. Die Empfehlung: Den Montag für fokussierte Einzelarbeit reservieren.